v.l.n.r. Flughafendirektor Mag. Reinhold Falch, Aufsichtsratsvorsitzender Dr. Elmar Schmid, BGM Hilde Zach, DDr. Dorit Breindl (Lebensministerium) und Landeshauptmann DDr. Herwig van Staa beim Spatenstich am Innufer.
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16.01.2008
Sicherheitsprojekt „Innverlegung“ (Pistenvorfelderweiterung)
Die Internationale Zivilluftfahrtbehörde (ICAO) schreibt vor, dass jeder Flughafen nach dem Pistenende über ein 150 Meter langes Pistenvorfeld verfügen muss.Nachdem am Flughafen Innsbruck am westlichen Pistenende nur 60 Meter zur Verfügung standen, wurde der Tiroler Flughafenbetriebsgesellschaft mbH (TFG) mit Bescheid vom 21. Februar 2005 durch das Bundesministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) als Oberste Zivilluftfahrtsbehörde (OZB) in Österreich die luftfahrtrechtliche Bewilligung zur Änderung der bescheidmäßig festgelegten Flughafengrenzen zwecks Erstellung einer ICAO-konformen
„Runway End Safety Area“ (RESA) bzw. Herstellung eines dem internationalen Standard entsprechenden Pistenvorfeldes im Westen des Flughafens Innsbruck erteilt. Zur Erinnerung dürfen die Kernaussagen des Bescheides nochmals zusammengefasst werden:
- Die Schaffung der Sicherheitsfläche (RESA) ist eine reine, verpflichtend durchzuführende, nicht UVP-pflichtige Sicherheitsmaßnahme, um den von der internationalen Zivilluftfahrt geforderten Sicherheitsstandard zu erfüllen.
- Durch die Schaffung dieser Sicherheitsfläche kommt es zu keiner Änderung der luftfahrttechnischen und flugbetrieblichen Modalitäten, da an den Abmessungen der Piste nichts verändert wird.
- Durch die Schaffung dieser Sicherheitsfläche kommt es auch zu keiner Änderung der derzeitigen Fluglärmsituation.
„Der Flughafen Innsbruck hat sich zu einem internationalen, qualitativ hochwertigen Regional-Flughafen entwickelt“, zeigt sich Flughafendirektor Mag. Reinhold Falch stolz über die Entwicklung der letzten Jahre. „Dazu gehört selbstverständlich auch, dass die von der ICAO geforderten internationalen Sicherheitsstandards in Punkto Pistenvorfeld erfüllt werden. Es freut mich daher sehr“, so Falch weiter, „dass wir nun mit den Bauarbeiten beginnen können.“
Erfreulich war auch, dass die erforderlichen Grundkäufe sowohl auf Völser als auch auf Innsbrucker Seite mit allen Grundeigentümern im besten Einvernehmen erworben werden konnten (insgesamt rund 8 Hektar Grund).
Am 19. September 2007 wurde dann noch das „Wasser-, Naturschutz- und Forstrechtliche Verfahren“ für das Sicherheitsprojekt
„Innverlegung“ positiv abgewickelt.
Bereits vor 2 Tagen (Montag, 14. Januar 2008) wurde mit der Einrichtung der Baustelle auf Völser Seite begonnen. Die weitere Vorgehensweise sieht wie folgt aus:
- 1. Bauphase: da der Bau nur in der Niederwasserperiode erfolgen kann, wird die erste Phase der Bautätigkeit lediglich bis März/April 2008 andauern.
Wichtig: im Sommer 2008 finden keine
Bauarbeiten im Rahmen der Innverlegung statt.
- 2. Bauphase: ab ca. Oktober/November 2008 werden die Bautätigkeiten wieder aufgenommen, um das Projekt fristgerecht (laut Bescheid) bis zum Frühjahr 2009 fertig zu stellen. Die Durchführung der Baumaßnahmen erfolgt durch die Arbeitsgemeinschaft Strabag/Fröschl. Die Baukosten belaufen sich insgesamt auf rund € 8,26 Mio. In Summe werden rund 250.000 m³ Material sowie rund 90.000 t Flussbausteine bewegt werden.
Im Übrigen wird festgehalten, dass von Seiten des Lebensministeriums ein maßgeblicher Beitrag zur Umsetzung des Projektes geleistet wurde. Durch die vorgesehenen Maßnahmen wird nicht nur das international geforderte Pistenvorfeld für den Flughafen Innsbruck geschaffen, sondern es entsteht auch eine ökologisch wertvolle Umgestaltung des Inns und seiner Seitenzubringer. Unter anderem entstehen eine Insel und ein neuer Seitenarm des Inns.
"Neben der Renaturierung der Mündungsbereiche des Völser Gießen und des Axamer Baches wird der Inn und das Innufer im Baubereich ökologisch aufgewertet. Das Lebensministerium investiert dazu Bundesmittel in der Höhe von 2,65 Millionen Euro. Mit Ergänzungsmaßnahmen kann in weiterer Folge auch ein verbesserter Hochwasserschutz für die Marktgemeinde Völs erreicht werden", so Umweltminister Josef Pröll anlässlich der Spatenstichfeier am 16. Jänner 2008 am Flughafen Innsbruck.
Der Aufsichtsratsvorsitzender der TFG, Dr. Elmar Schmid, zeigt sich sehr erfreut über den heutigen Spatenstich: „Ich bin sehr froh, dass die langen, intensiven Verhandlungen und Gespräche mit Behörden und Politik letztendlich zu diesem erfreulichen Ergebnis geführt haben und wir heute mit der Umsetzung dieser so wichtigen Sicherheitsmaßnahme beginnen können“.
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