18.09.2007
Projekt Innverlegung: STATUS QUO
Wie bereits mehrfach berichtet hat das Österreichische Ministerium für Verkehr, Innovation und Technologie (BMVIT) der Tiroler Flughafenbetriebsgesellschaft mbH (TFG) mit dem Bescheid vom Februar 2005 die Schaffung eines dem internationalen Sicherheitsstandard (ICAO-Standard) entsprechenden Pistenvorfeldes im Westen des Flughafens vorgeschrieben.„Bei dem Pistenvorfeld", betont der Aufsichtsratsvorsitzende der TFG Dr. Elmar Schmid, „handelt es sich um eine reine, verpflichtend durchzuführende Sicherheitsmaßnahme und nicht, wie leider oftmals falsch interpretiert, um eine Pistenverlängerung, da an den Abmessungen der Piste nichts verändern wird!"
Die Stadtgemeinde Innsbruck hat diesbzgl. eine grundbücherlich sichergestellte Dienstbarkeit zugunsten der Marktgemeinde Völs eingeräumt.
„Durch die Schaffung des Pistenvorfeldes (unbebaute Sicherheitsfläche = grüne Wiese!) kommt es zu keiner Änderung der luftfahrttechnischen und flugbetrieblichen Modalitäten", betont auch nochmals Flughafendirektor Mag. Reinhold Falch den Sicherheitsaspekt des Projektes.
Die Ausführungsfrist zur Umsetzung des Projektes bzw. der Sicherheitsmaßnahme beträgt 4 Jahre - das heißt bis spätestens Frühjahr 2009.
Für die Realisierung des Projektes ist es notwendig, den Inn auf einer Länge von rund 700 Metern um ca. die halbe Flussbettbreite Richtung Westen zu verlegen. Dafür mussten sowohl auf Völser als auch auf Innsbrucker Seite Grundflächen - im Ausmaß von rund 90.000 m² - von privaten Grundeigentümern und der Marktgemeinde Völs abgelöst werden. „Neben der Herstellung des geforderten Pistenvorfeldes“, erläutert der Projektmanager Prok. Ing. Ewald Dworschak „werden durch dieses Projekt auch wesentliche wasserbautechnische und ökologische Verbesserungen erzielt!“
Nach langen und intensiven Verhandlungen mit den Grundeigentümern konnten die Gründe im Einvernehmen mit den Eigentümern erworben werden. Auf Basis dieser vertraglichen Vereinbarungen über die benötigten Flächen hat die vom Land Tirol, der Stadtgemeinde Innsbruck und der TFG gebildete ARGE "Vorfelderweiterung Flughafen Innsbruck" den Antrag auf wasserrechtliche und naturschutzrechtliche Bewilligung eingebracht. Diese Verfahren finden morgen (Mittwoch, 19. September 2007) statt.
„Ich hoffe", so Direktor Falch, „dass auch diese Verfahren positiv und rasch erledigt werden können, damit mit der Umsetzung des Projektes noch im Spätherbst dieses Jahres begonnen werden kann."
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